Musikalisch gesehen zahlt es sich teilweise wirklich aus, einen drei Jahre älteren Bruder zu haben. Durch ihn habe ich in jungen Jahren eingie großartige Bands kennengelernt. Während meine Klassenkameraden teilweise noch Top10 Mainstream hörten, brachte mein Bruder Bands wie The Pogues, New Model Army oder auch Run DMC an.
So um 1990 herum besaß er plötzlich eine Langspielplatte, orange, mit einem Foto, ebenfalls in organge gehalten. Diese Platte war von einer Band mit dem für mich unausprechlichen Namen The Smiths. Das Album heißt Louder than Bombs. Was meine jungen und unverdorbenen Ohren da hören durfte fand ich damals schon grandios!
So fing ich dann an in Plattenläden gezielt nach dieser Band zu suchen. Nach und nach hatte ich im Laufe der Jahre alle CDs von The Smiths zusammen und ich wurde ein sehr großer Fan dieser Band. Irgendwann stellte ich aber fest, dass diese Band schon gar nicht mehr existiert und sich 1987 trennte. Somit war es mir nie möglich die Schmitts mal Live zu sehen.
Heute konnte ich bei musikexpress.de lesen, dass Morrisey ein Angebot für eine Reuniontour über 50 Konzerte 2008/2009 – dotiert auf 50Mio Dollar – ausschlug.
Scheinbar ist die Abneigung zu Johnny Marr größer als man mit Geld bezahlen kann. Das finde ich ein vorbildliches Verhalten. Nicht immer zählt das Geld.
Trauriger letzter Satz im Musikexpress-Titel:
Morrissey ließ außerdem verlauten, seine kommenden Konzerte in Los Angeles und New York seien “auf absehbare Zeit” seine letzten Live-Auftritte.