Aufgezwungener Musikgeschmack

von Carsten

Seit 2006 bin ich stolzer Vater einer Tochter. Da ich sehr gerne Musik höre, und noch lieber Musik mache, hat Töchterlein in frühen Jahren eine ordentliche Dosis Musik mitbekommen. Das äußerte sich im ersten Jahr durch rhythmisches mitwackeln. Daraus wurde ein Melodien-mitbrummen. Die ein oder andere Textpassage “sang” sie stilsicher mit (Oh, oh, oh Mario!).

Jetzt, mit zwei Jahren und erweitertem Wortschatz bekommen wir aus ihrem Kinderzimmer ein abendliches Medley der beliebtesten Stücke, bevor sie einschläft (LaaaleeeeeLUUUUUU….).

Irgendwann haben wir die 100 beliebtesten Songs von Rolf Zuckowski gekauft. Schnell wurde draus ihre unheimlich beliebte Kinderlala. Das bedeutet: Wir hören fast nur noch Kindermusiklala.

Und das prägt! Und wie das prägt! Ich sitze morgens im Auto und mir schwirren Zuckowski-Songs im Kopf herum (Schneewitchen und die sieben Zwerge….). Am Arbeitsplatz summe ich in Gedanken “Ein Frühstück für Papa, …”.

Jetzt frage ich mich, wer wem welchen Musikgeschmack aufgedrückt hat. Es beschleicht mich das Gefühl, dass ich unterlegen bin ;). Tele akzeptiert sie manchmal noch, doch andere Musik ist schwer zu vermitteln. Zum Glück ist Rolf Zuckowski einer der guten Kinderliedermacher. Es könnte schlimmer sein (Nasenküsse … lalala).