Eiszeit? Weltuntergang?

von Carsten

Freitag Mittag. Mit gespannter Mine schaue ich aus dem Bürofenster. Gleich muss es soweit sein. Die Apokalypse bricht über uns herein.

…das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyrill im Januar 2007…

[Focus]

So stand es bereits am Mittwoch geschrieben. Was wird mich erwarten? Komme ich ohne Erfrierungen nach Hause? Dauert die Fahrt statt 45min am Freitag 12-18h? Die Nachrichten im Radio sind ähnlich reißerisch. Temperaturstürze im zweistelligem Bereich. Mir schießen Bilder aus “The day after tomorrow” durch den Kopf. Hubschrauber fallen als Eisklumpen vom Himmel. Das wird bestimmt schlimm werden.

Freitag abend. Ich fahre nach Hause. Es regnet. Thermometer im Auto zeigt: 8°C. Komme zu Hause an – Temperatur: 4°C. Kein Schnee. Keine Minusgrade. Habe ich den Untergang verpasst? Bin ich der einzige Überlebende? Ist das womöglich die abgekühlte Hölle? Nein. Familie empfängt mich unbeschadet. Puh, Glück gehabt.

Am Samstagmorgen ein Blick aus dem Fenster. Schnee!! Mindestens 1cm. Sieht so eine Eiszeit aus? Wahrscheinlich! Noch am Morgen Familie warm eingepackt und mit dem Auto in einen der sog. Höhenorte gefahren. Dort liegen bestimmt 5cm Schnee. Ich erwarte Mammuts auf der Straße. Doch die einzige Kreatur ist ein von Töchterlein, Frau und mir gebauter Schneebär. Enttäuscht ziehen wir wieder ab. Wird wohl keine Eiszeit geben.

Schneebär

Schneebär

Moral: Deutschland rastet aus, wenn ein Winter einbricht, den wir vor 10-15 Jahren regelmäßig zu dieser Jahreszeit hatten. Man nannte es damals nicht Wetterphänomen, da es normal war.

Schöne neue Welt! :o)