Kindgerecht Multimedial

von Carsten

Der kleine Maulwurf

Der kleine Maulwurf

Wir schreiben das Jahr 2009. Es gibt rund um die Uhr Fernsehen. Internet. Internet-Videos. DVD.

Das ist ein kleiner Auszug aus dem, was es bei uns damals nicht gab!™ Wir hatten drei, manchmal, je nach Wetter, auch vier Programme. Es gab ein Sendeschluss mit Nationalhymne. Dazu, etwas später ein VHS-Rekorder. Wieder etwas später Computer (C-64, Amiga, Atari ST, …).

In der heutigen Zeit kommt man nicht drum herum, dass ein (Klein)kind den Fernseher entdeckt. Ist meiner Meinung nach auch kein Problem, solange man die Benutzung reglementiert. Es gibt schöne DVDs, die Kindgerecht sind und die mal ruhig mal schauen kann.

Nun ist es aber auch so, dass Kinder merken, dass es noch etwas gibt. Papa sitzt des öfteren vor einem Kasten den er ominös mit Läbbtobb bezeichnet. Dies weckt das Interesse des Sprösslings. Da meiner Meinung nach auch dieses Medium dem Kind schon relativ früh gezeigt werden kann, evtl. sogar sollte, habe ich mich auf die Suche nach Seiten gemacht, die kindgerecht multimedial sind. Ein Besuch bei Youtube, in der Hoffnung Kinderlieder und Videos zu finden wurde herb enttäuscht. Zuviel Schrott und Mist dazwischen.

Eine Arbeitskollegin zeigte mir die Seite mit dem Elefanten. Ein Ableger der Sendung mit der Maus. Die dort gezeigten Inhalte sind durchweg für kleinere Kinder (ab 2 Jahren) geeignet und empfehlenswert (Vor allem Elefantenkino, erster Film!). Auch die Seite der Maus ist gut und bietet viele Videos und andere Flash-Gimmicks.

Motiviert durch eine so gut umgesetzter Seiten wollte ich weitere finden, um dem Kind auch mal was anderes zu zeigen. Hier wurde ich doch arg enttäuscht. Vor allem die Seiten, die im Fernsehen viel werben, enttäuschen alleine durch die Tatsache, das mit solchen Inhalten erstmal Geld erwirtschaftet werden möchte. Sprich: Ohne bezahlte Mitgliedschaft gibt’s nicht viel. Es gibt noch viele andere Vertreter dieser Philosohpie.

Entweder ich habe jetzt eine Marktlücke entdeckt, oder es ist tatsächlich nicht anders finanzierbar (unwahrscheinlich…). Hier herrscht Handlungsbedarf. Denn sobald Kinder anfangen alleine zu surfen, kann es unerwartet teuer werden, oder die Kinder finden einfach Inhalte, die nicht für sie geeignet sind. Internet wird für die jetzt noch kleinen wichtiger als wir es uns wahrscheinlich vorstellen können. Es gibt Milliarden (gefühlt!) Communities für Erwachsene, die es schaffen zu überleben. Warum gibt es nicht eine (kostenlose) für Kinder, die anständige Inhalte bietet? Bzw. was muss es bieten? Es reichen Zeichentrickfilme, Ausmalspiele, einfache Flashspiele die auf Mausbewegungen reagieren, etc.

Was denken eigentlich andere Eltern darüber, oder sollte man Kinder lieber “Abschotten” vom bösen, bösen Internet?