Kindgerecht Multimedial
von Carsten

Der kleine Maulwurf
Das ist ein kleiner Auszug aus dem, was es bei uns damals nicht gab!™ Wir hatten drei, manchmal, je nach Wetter, auch vier Programme. Es gab ein Sendeschluss mit Nationalhymne. Dazu, etwas später ein VHS-Rekorder. Wieder etwas später Computer (C-64, Amiga, Atari ST, …).
In der heutigen Zeit kommt man nicht drum herum, dass ein (Klein)kind den Fernseher entdeckt. Ist meiner Meinung nach auch kein Problem, solange man die Benutzung reglementiert. Es gibt schöne DVDs, die Kindgerecht sind und die mal ruhig mal schauen kann.
Nun ist es aber auch so, dass Kinder merken, dass es noch etwas gibt. Papa sitzt des öfteren vor einem Kasten den er ominös mit Läbbtobb bezeichnet. Dies weckt das Interesse des Sprösslings. Da meiner Meinung nach auch dieses Medium dem Kind schon relativ früh gezeigt werden kann, evtl. sogar sollte, habe ich mich auf die Suche nach Seiten gemacht, die kindgerecht multimedial sind. Ein Besuch bei Youtube, in der Hoffnung Kinderlieder und Videos zu finden wurde herb enttäuscht. Zuviel Schrott und Mist dazwischen.
Eine Arbeitskollegin zeigte mir die Seite mit dem Elefanten. Ein Ableger der Sendung mit der Maus. Die dort gezeigten Inhalte sind durchweg für kleinere Kinder (ab 2 Jahren) geeignet und empfehlenswert (Vor allem Elefantenkino, erster Film!). Auch die Seite der Maus ist gut und bietet viele Videos und andere Flash-Gimmicks.
Motiviert durch eine so gut umgesetzter Seiten wollte ich weitere finden, um dem Kind auch mal was anderes zu zeigen. Hier wurde ich doch arg enttäuscht. Vor allem die Seiten, die im Fernsehen viel werben, enttäuschen alleine durch die Tatsache, das mit solchen Inhalten erstmal Geld erwirtschaftet werden möchte. Sprich: Ohne bezahlte Mitgliedschaft gibt’s nicht viel. Es gibt noch viele andere Vertreter dieser Philosohpie.
Entweder ich habe jetzt eine Marktlücke entdeckt, oder es ist tatsächlich nicht anders finanzierbar (unwahrscheinlich…). Hier herrscht Handlungsbedarf. Denn sobald Kinder anfangen alleine zu surfen, kann es unerwartet teuer werden, oder die Kinder finden einfach Inhalte, die nicht für sie geeignet sind. Internet wird für die jetzt noch kleinen wichtiger als wir es uns wahrscheinlich vorstellen können. Es gibt Milliarden (gefühlt!) Communities für Erwachsene, die es schaffen zu überleben. Warum gibt es nicht eine (kostenlose) für Kinder, die anständige Inhalte bietet? Bzw. was muss es bieten? Es reichen Zeichentrickfilme, Ausmalspiele, einfache Flashspiele die auf Mausbewegungen reagieren, etc.
Was denken eigentlich andere Eltern darüber, oder sollte man Kinder lieber “Abschotten” vom bösen, bösen Internet?
Seitdem der Nintendo da ist, ist das Interesse meiner großen am Internet kleiner geworden :) Vorher hab ich soch aber schon mal spielen lassen, bspw. bei Kiddinx. Das ist die Welt von Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und Co.
Ganz nett gemacht und kostenlos. Nur registrieren mit anschliessender Post für die Eltern.
Mein ganz persönlicher Horror ist aber Bela Sara, das ist der Nachfolger von Lillifee, so für Mädchen zwischen 6 und 11. Geht alles toll um Pferde, grafisch gut gemacht. ABER um da wirklich weiter zu kommen muss man so eine Art Booster-Packs als Kartenspiel kaufen.
Das ganze kommt rüber wie eine Mischung aus MAGIC, the Gathering (ist vom selben Macher) und World of Warcraft. Da hier strikt auf das Tauschengeld gezielt wird, habe ich das auch stumpf verboten!
Die Communities für Erwachsene finanzieren sich entweder selbst, mit Werbung oder mit finanzstarken Partnern, die irgendwann Rendite erwarten oder sich was für die Zukunft versprechen – oder eben eine Kombi von all dem.
Bei Kindern fällt Werbung aber schon mal aus, weil Du sicherlich nicht Deinem Kind eine Community mit Werbung zumuten wolltest.
Selbst zu finanzieren fällt auch aus, weil das Kind ja nichts kaufen kann und die Eltern schnell abschalten, wenn es z.B. einen Shop geben sollte.
Bleiben also die Geldgeber mit welchen Motiven auch immer…
Zusätzlich ist ja dann auch noch der pädagogische Anspruch da…d.h. so einfach lässt sich das nicht realisieren…ganz zu schweigen von den Kosten von pädagogisch akzeptabel umgesetzten Inhalten…
Wenn es Dir “nur” um die leichte Kost geht – wie etwa “Ausmalspiele” – dann lässt sich das doch recht einfach und schnell programmieren…von Leuten, die das können. Hoffe, ich sehe dann am So schon was! :-)
Klar Werbung für Kinder ist schwierig. Aber ich glaube es ist machbar. Man muss einfach einen kompetenten Vermarkter haben, der nicht auf breite MAsse zielt, sondern gezielt die Werbepartner aquiriert und Bannerplätze verkauft. Wichtig ist, gerade bei kindergerechten Seiten, dass der Betreiber immer die Hoheit über die Auslieferung der Banner hält! Nur so kann erreicht werden, dass es kindgerecht bleibt.
Ich glaube das würde funktionieren. In anderen “Randgruppen” im Netzt geht das auch. Beispielsweise Modellbau. RC-Network finanziert sich durch reine Modellbaubanner. Und es gibt wahrscheinlich mehr Firmen die Kindersachen herstellen als Modellbaufirmen.