Übereifer

von Carsten

Ich lese regelmäßig das BILDblog. Ich mag die Art und Weise der Berichterstattung. Doch diesmal ist ein Artikel dieses Blogs – dort wird ein anonymer Internetbenutzer zitiert, der etwas über sein Ziel hinaus geschossen ist – nicht ganz so prickelnd.

Meine Aussage bezieht sich auf den Artikel “Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte“.

Darin beschreibt ein anonymer Internetnutzer, wie er es durch eine Manipulation eines Wikipedia-Artikels geschafft hat, dass einige renomierte News-Seiten (Spiegel, Süddeutsche, etc.) diese Manipulation übernommen haben.

Doch was hat dieser Nutzer wirklich erreicht? Meiner Meinung nach hat er einer schon längst vergessene Diskussion bzgl. Wikipedia neuen Zündstoff gegeben. Er hat untermauert, dass man sich wohl tatsächlich nicht auf Wikipedia-Artikel verlassen kann. Brockhaus könnte diese Panne für ihr Lexikon sicher irgendwie marketing-technisch nutzen. BILD, Spiegel – ja alle anderen Kritiker haben endlich ihren Beweis, dass Wikipedia “böse” ist, nicht vertrauenswürdig.

Das finde ich sehr schade. Es hätte nicht sein müssen. Klar es ist “lustig” wie diese Magazine die Info ungefiltert übernehmen. Aber genau das ist doch der Anspruch den Wikipedia immer hatte. Das hat unser anonymer Wicht jetzt gründlich versaut. Danke! Er kann Stolz auf sich sein. Er sollte auch weiterhin anonyme bleiben. Ich kann mir denken, dass es einige gibt, die ihn nicht mögen.

Es geht auch einfacher, mit weniger Kolateralschäden, wie der Artikel “Bild.de übt schon mal das Synchronisieren” zeigt.

[EDIT]Es handelt sich nicht um einen BILDBlog Autor. Das habe ich korrigiert.[/Edit]